Eisenmangel führt oft zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Der menschliche Körper enthält zwei bis vier Gramm Eisen, das damit das am häufigsten vorkommende Spurenelement im menschlichen Körper ist. Da Eisen nicht durch den Körper selbst hergestellt werden kann, muss das essentielle Spurenelement kontinuierlich zugeführt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Eisenaufnahme von 10 mg bei Männern bzw. 15 mg bei Frauen. Acht Prozent aller Deutschen leiden unter Eisenmangel, der z. B. durch Mangelernährung, Blutungen und bestimmte Krankheiten ausgelöst werden kann.

Eisenmangel kann vielfältige Beschwerden auslösen

Von Eisenmangel (Sideropenie) Betroffene klagen häufig über Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Auch Antriebslosigkeit und ein allgemeines Schwächegefühl können auf einen Eisenmangel hindeuten. Von einem Eisenmangel Betroffene können sich schlechter konzentrieren und leiden unter Gedächtnisstörungen. Die Lern- und Leistungsfähigkeit ist deshalb bei Eisenmangel oft vermindert. Betroffene klagen zudem nicht selten über Appetitlosigkeit und weisen depressionsähnliche Symptome auf. Aufgrund eines durch Eisenmangel geschwächten Immunsystems ist die Infektionsanfälligkeit erhöht.

Wie kommt es aufgrund von Eisenmangel zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit?

Bei Eisenmangel wird die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin beeinträchtigt. Innerhalb weniger Monate kann sich daher bei einer Unterversorgung mit Eisen Blutarmut (Eisenmangelanämie) entwickeln, sobald die körpereigenen Eisendepots verbraucht sind.

  • Frau ist müde und abgeschlagenAuf Hämoglobin entfallen 60 Prozent des körpereigenen Eisens. Hämoglobin bindet den Sauerstoff, der über die Atemluft in die Lungen und anschließend über den Blutkreislauf zu allen Körperorganen und Muskeln gelangt. Eine aufgrund von Eisenmangel verminderte Anzahl der den Sauerstoff transportierenden roten Blutkörperchen verschlechtert die Sauerstoffversorgung des Körpers.
  • Eine weitere häufige Folge von Blutarmut ist eine sogenannte Belastungsdyspnoe, bei der bereits bei gewöhnlicher körperlicher Belastung eine schnelle Ermüdung in Verbindung mit Atemnot eintritt.

Zahlreiche Stoffwechselprozesse erfordern Eisen

  • Eisen befindet sich in diversen Enzymen, die chemische Reaktionen im Körper beschleunigen. Enzyme sind für viele Körperfunktionen, u. a. für den Stoffwechsel von zentraler Bedeutung.
  • So ist Eisen unerlässlicher Bestandteil eines Enzyms, das den Nervenbotenstoff Dopamin im Gehirn herstellt. Dopamin ist ein „Neurotransmitter“, der durch Weiterleitung von Nervensignalen körperliche und geistige Aktivitäten steuert. U. a. sorgt Dopamin für Lebensfreude, Wohlbefinden, Mut und psychische Antriebskraft und bewirkt eine gute Konzentrationsfähigkeit. Dopamin wirkt als „Glückshormon“, das bei bestimmten Tätigkeiten (wie beispielsweise der Nahrungsaufnahme) zu einer Wiederholung animiert. Bei Eisenmangel ist der Körper nur zur Herstellung geringerer Dopamin-Mengen in der Lage.

Welche Personengruppen sind besonders anfällig für einen Eisenmangel?

  • Frauen im gebärfähigen Alter verfügen über einen erhöhten Eisenbedarf, da sie aufgrund der Regelblutung besonders viel Eisen verlieren. Insbesondere bei starken oder lange anhaltenden Blutungen kann es bei Frauen schnell zu einem Eisenmangel kommen. Auch während der Schwangerschaft und der Stillzeit lässt sich der erhöhte Eisenbedarf oft nicht allein durch die Nahrungsaufnahme ausgleichen.
  • Jugendliche sind während der Pubertät ebenfalls auf eine verstärkte Eisenzufuhr angewiesen. Der Grund dafür liegt in der Wachstumsphase, in der der Körper besonders auf volle Eisenspeicher angewiesen ist.
  • Ältere Menschen, die oft über einen verminderten Appetit verfügen, nehmen bei verringerter Nahrungszufuhr zu wenig Eisen auf. Darüber hinaus sinkt im Alter die Fähigkeit, Eisen aus der Nahrung aufzunehmen.
  • Personen mit hohen körperlichen Belastungen (z. B. Sportler) scheiden Spurenelemente wie Eisen über den Schweiß und die Nieren verstärkt aus.
  • Vegetarier und Veganer, die keine tierische Nahrung zu sich nehmen, weisen oft einen zu niedrigen Eisenspiegel auf. Zwar ist auch in Pflanzen ausreichend Eisen enthalten, welches der Körper jedoch schlechter verwerten kann als Eisen aus tierischen Nahrungsmittel-Produkten.
  • Zu einem Eisenmangel tragen ebenso Blutverluste aufgrund von Verletzungen und Unfällen bei.
  • Auch Geschwüre und blutende Hämorrhoiden reduzieren den Eisenspiegel. Bei bestimmten Krankheiten (u. a. Mukoviszidose, chronische Entzündungen des Magen-Darm-Traktes und Nieren-Erkrankungen) nimmt der Körper trotz über die Nahrung ausreichend zugeführte Eisen nicht auf, so dass Mangelerscheinungen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit auftreten können.

Die Symptome von Eisenmangel sind vielfältig. Klicken Sie auf einen Bereich und erfahren Sie mehr!

1

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3

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