Eisen ist ein Spurenelement, welches im Körper zwingend in ausreichend hoher Konzentration vorhanden sein muss. Vor allem die Zellen sind auf genügend Eisen angewiesen, wird damit doch die Energie für die Zelle bereitgestellt. Eisen ist für den Sauerstofftransport im Körper unerlässlich.

Was ist Eisen?

Spurenelemente sind nur in geringsten Konzentrationen in unserem Körper vorhanden. Eisen ist ein solches Spurenelement, das aber trotz seines geringen Anteils lebensnotwendig ist. Eine unzureichende Eisenversorgung über einen längeren Zeitraum hinweg zeigt sich in Mangelerscheinungen, die den gesamten Körper und sogar den Geist betreffen können.

Der Körper kann Eisen jedoch nicht selbst produzieren, es muss daher mit der Nahrung zugeführt werden. Gerade in grünem Gemüse und Vollkornprodukten sowie in rotem Fleisch ist viel Eisen enthalten. Vegetarier müssen auch nicht zwangsläufig unter einem Eisenmangel leiden, dieses lässt sich durch eine wohlüberlegte Ernährung gut auch ohne Fleisch zuführen. Wichtig: Eisen braucht Vitamin C, damit es vom Körper aufgenommen werden kann. Ein Schuss Orangensaft im Essen ist also nicht nur für Babys sinnvoll.

Aufgaben und Funktionen von Eisen

Innere eines BlutgefäßesEisen ist wichtig für die Zellbildung, außerdem für die Zellatmung. Der Sauerstoff, den wir einatmen und über die Lunge in den Körper aufnehmen, wird mithilfe des Eisens an das Hämoglobin gebunden – das ist der rote Blutfarbstoff. Nun wird der Sauerstoff im gesamten Körper, in allen Organen und Zellen verteilt. Die Zellen nutzen ihn für die Gewinnung der dringend benötigten Energie. Auch die Muskeln werden in hohem Maße versorgt.

Hier bindet das Myoglobin (Hämoglobin für die Muskeln) das Eisen und bringt genügend Sauerstoff in den Muskel. Dieser wird damit leistungsfähig gehalten und kann auch stärkere Belastungen aushalten. Er ermüdet weniger schnell, wenn genügend Eisen im Blut und damit Sauerstoff in allen Muskelzellen vorhanden ist.

Doch das Spurenelement Eisen ist auch für den Geist wichtig. Schon Neugeborene sind auf ausreichend Eisen angewiesen, denn das Gehirn kann sich nur richtig entwickeln, wenn dieses Spurenelement vorhanden ist. Das bedeutet, dass die Nahrung eines Babys immer ausreichend Eisen liefern muss, was durch einen Zuschuss von Vitamin C im Getreidebrei leicht möglich ist.

Da das Gehirn eines jeden Menschen mit Sauerstoff versorgt werden muss, ist klar, dass Eisen „für den schlauen Kopf“ eine wichtige Rolle spielt.

Abbildung BlutbildEisen besitzt einen großen Einfluss auf die Neurotransmitter bei der Signalübertragung zwischen den einzelnen Nervenzellen. Diese sind über die sogenannten Synapsen miteinander verbunden, das sind Kontaktstellen, an denen ein Signal von einer Nervenzelle zur nächsten weitergegeben werden kann. Es gibt verschiedene Neurotransmitter, darunter das Dopamin, welches über ein Enzym hergestellt wird. Und hier kommt das Eisen ins Spiel: Es ist ein Teil des Enzyms, welches bei einer ungenügenden Eisenmenge nicht mehr richtig arbeiten kann.

Vermutet wird, dass ein Dopaminmangel unter anderem für ADHS oder RLS verantwortlich ist.
Eisen ist also für alles Positive im Körper des Menschen verantwortlich. Es bewirkt, dass Menschen eher gute Laune haben und sich antriebsstark fühlen. Wer ausreichend Eisen im Körper hat, fühlt sich stark und leistungsfähig, er kann sich gut konzentrieren und die Aufmerksamkeitsspanne ist groß. Haut, Haare, und Nägel sind gesund und glänzend. Infekte treten selten oder zumindest nicht grundlos verstärkt auf, weil das Abwehrsystem intakt ist.

Wie zeigt sich ein Eisenmangel?

Der Mangel an Eisen ist auf vielfältige Weise erkennbar, äußert sich aber nicht bei jedem Menschen gleich. Zuerst leidet meist die Konzentrationsfähigkeit, auch die Aufmerksamkeit lässt nach. Auch depressive Verstimmungen können unter einem Mangel an Eisen auftreten. Dazu kommen Gedächtnisstörungen, unruhige Beine oder Probleme mit dem zentralen Nervensystem. Treten Schwindel, Depressionen oder Kopfschmerzen häufig und ohne erkennbaren äußeren Grund auf, so ist ein Eisenmangel zu vermuten.

Auch das Herz-Kreislauf-System leidet, es zeigen sich unter anderem Herzrhythmusstörungen, Atemnot und Herzklopfen. Selbst der Stoffwechsel kann reagieren: Angefangen von Appetitlosigkeit bis hin zu seltsamen Essgelüsten ist die Spannbreite sehr groß. Selbst Magersucht kann durch einen Eisenmangel begründet werden. Des Weiteren werden Haut und Haare sowie die Nägel beeinträchtigt. Betroffene erscheinen sehr blass, leiden oft unter eingerissenen Mundwinkeln und haben brüchige Haare und Nägel.

In schweren Fällen des Eisenmangels bildet sich eine Anämie, das ist eine Blutarmut. Hier werden auch Organe und Gehirn nicht mehr ausreichend versorgt.

Treten Infektionskrankheiten gehäuft auf, ist dies ein Zeichen für eine Abwehrschwäche. Ist nicht genügend Eisen im Körper vorhanden, kann sich eine solche Schwäche herausbilden.

Wissenswertes auf einen Blick:

  • Eisen ist nur in geringster Konzentration im Körper vorhanden

  • Eisen sorgt dafür, dass unser Blut rot ist

  • Eisen bringt Sauerstoff in unsere Muskeln

  • Eisen ist für die Gehirnentwicklung essentiell